
“Ja was ist denn das ? Hier schlafen ja alle. Nix los hier. Cameron ? Chase !! Foreman !!! Assistenzarzt ? Also wirklich…wenn die Katze auf Vicodin ist, tanzen die Mäuse…..na wartet……
Cuddy macht wieder Druck. Der Sohn eines Abgeordneten wird unter der Diagnose einer Synkope eingeliefert. Das ist ja wohl Standardprocedere. Dafür bin ich wohl kaum notwendig….”
Cameron: “Eingeliefert wird ein 38jähriger Mann, weißer Hautfarbe, aus völligem Wohlbefinden heraus im Büro eine ca. 30sec. anhaltende Synkope mit Sturz und Kopfplatzwunde. Anschließend Erbrechen und Kaltschweißigkeit. Bei Aufnahme im ER bereits wieder orientiert und bis auf ein leichtes Schwindelgefühl beschwerdefrei. Der Unfallchirurg hat eine Fraktur ausgeschlossen und die Platzwunde mit drei Stichen genäht. Jetzt gehört er uns…”
Foreman: ” Ich hab mir den Bengel man angesehen. Gute Erziehung, Oberschicht, gut gekleidet, mit Ausnahme einer leichten COPD sind keine Vorerkrankungen bekannt. Er raucht (30 Zigaretten/diem), treibt Sport (Handball) und ist in gutem AZ und EZ. Hypersonorer Klopfschall über beiden Lungen, AG bds. etwas verschärft, Herztöne leise, HF 36/min, regelmäßig, RR 100/60mmHg, übriger körperlicher Untersuchungsbefund unauffällig. Vor kurzem Urlaubsreise durch die Türkei und die Schwarzmeerregion. Keine Vormedikation; Drogenabusus wird verneint. In der Vergangenheit habe er bereits zweimal ein ähnliches Ereignis erlebt. Einmal -bei einer Reise am Bosporus- und einmal während des Besuchs seines türkischen Onkels.”
Chase: “Im EKG kann ein Linkstyp gesehen werden; Sinusbradycardie mit angedeuteten T-Negativierungen im Bereich III und aVF. Laborbefunde: Crea 1,4mg/dl, Herzenzyme unauffällig, Elyte unauffällig, übriges internistisches STandardlabor unauffällig. Echocardiographisch zeigt sich eine normale Dimension aller Herzhöhlen, kein PE, gute LV-Funktion, keine regionalen Wandbewegungsstörungen als Zeichen einer cardialen Ischämie. Herzklappen ohne Anhalt für ein relevantes Vitium. Doppler und Duplex o.B. Auch der Röntgen-Thorax ist unauffällig…”
Im Verlauf der ersten 24h verschwindet die Sinusbradycardie; EKG-Kontrolle nach 24h zeigt einen normofrequenten Sinusrhythmus (HF 70/min), Rückbildung der T-Negativierungen. Herzenzyme in Kontrolle weiter negativ. Im LZ-EKG zeigt sich (nach zwei Tagen) ein durchgehend normofrequenter Sinusrhythmus ohne Anzeigen höhergradiger Blockierungen oder Arrhythmien. Ergometrisch lässt sich der Patient bis auf 150 Watt belasten. Hier keine sign. Ischämiezeichen. Absolut belastungsabhängiges Frequenz- und Blutdruckverhalten.
House: “Hmm…vertrackte Sache…passt erstmal zu gar nix…werde mal drüber nachdenken müssen…aber cardial scheint das zumindest nicht zu sein. Oder doch ? Wie könnte man denn weiter vorgehen ? Seltsam, dass die Anfälle immer mit der Türkei in Verbindung zu stehen scheinen. M.synkopus tuerkenjensis ??? Komisch….davon hab ich noch nix gelesen…. CHASE ! FOREMAN ! CAMERON ! Lasst Euch -verdammt noch eins- was einfallen. MRT Schädel und Thorax. Tumormarker ?! Irgendwas. Aber sitzt nicht weiter untätig rum und starrt mich an wie Goldfischchen. Und wo steckt diese verdammte Hypnosekröte wieder ? Und Assistenzarzt ?? Die treiben sich mal wieder rum. Chase, kontrollieren Sie mal die Abstellkammer. Ich will Ergebnisse. Lösungen. Zumindest Vorschläge. Und zwar dalli !”
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